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Sturzprophylaxe

 
Sturz-
prophylaxe
- Was notwendig wäre
  • Begründung
  • Muskeltraining
  • Bewegung
 
  • Literatur
- Prakt. Übungen

Was notwendig wäre, um Stürze zu vermeiden:

Jeder Patient/Bewohner mit einem erhöhten Sturzrisiko erhält eine Sturzprophylaxe, die Stürze verhindert oder Sturzfolgen minimiert.

Begründung:

Stürze stellen insbesondere für ältere und kranke Menschen ein hohes Risiko dar. Sie gehen häufig mit schwerwiegenden Einschnitten in die bisherige Lebensführung, einher, die von Wunden und Frakturen über Einschränkung des Bewegungsradius infolge verlorenen Vertrauens in die eigene Mobilität bis hin zum Verlust einer selbständigen Lebensführung reichen.
Durch rechtzeitige Einschätzung der individuellen Risikofaktoren, eine systematische Sturzerfassung, Information und Beratung von Patienten/Bewohnern und Angehörigen sowie gemeinsame Maßnahmenplanung und Durchführung kann eine sichere Mobilität gefördert werden.

Muskeltraining

Muskeltraining ist Teil unseres Lebens. Unser Körper verfügt über mehr als 600 Muskeln. Sobald wir uns bewegen oder alltägliche Dinge verrichten, gebrauchen wir unsere Muskulatur - und trainieren sie gleichzeitig auch. Kraft benötigen wir bei vielen Dingen des alltäglichen Lebens: beim Treppensteigen, beim Aufstehen vom Stuhl oder beim Tragen einer Tasche.

Bewegung

Bewegung hält uns gesund, leistungsfähig und mobil. Frauen und Männer jeden Alters können mit einem gestaffelten Krafttraining Muskeln und Kraft aufbauen. Zusätzlich wird dadurch das Gleichgewichtsvermögen verbessert und wir werden insgesamt vitaler. Dabei ist es egal, wie alt Frau oder Mann ist und wie lange die letzten sportlichen Betätigungen zurückliegen. Anfangen kann man immer - auch im hohen Alter, das haben Studien eindeutig belegt.

In einer Untersuchung der Tufts Universität Boston, USA, absolvierten über 80jährige Bewohner eines Alten- und Pflegeheimes ein achtwöchiges Krafttraining. Mit verblüffendem Erfolg: Die Muskelkraft der Senioren stieg um 74%, ihre Muskelmasse nahm deutlich zu. Sie wurden mobiler und konnten sich schneller bewegen. Ähnlich gute Daten liefert die BKK der Boschstiftung in Stuttgart.

Kraft- und Gleichgewichtstraining – Tai Chi

Das Geriatrische Zentrum Ulm/Alb-Donau führte im Rahmen ihres dreijährigen Modellprojektes ein kombiniertes Gruppen-Trainingsprogramm für Alten- und Pflegeheimbewohner durch mit den Elementen Krafttraining und Gleichgewichtstraining. Das Modellvorhaben hat sich als machbar, sicher und effektiv erwiesen. Durch gezielte Tai Chi Übungen konnte das Balance- und Koordinationsverhalten deutlich verbessert werden.

Es ist nie zu spät, sich durch mehr Bewegung in Form zu bringen. Noch besser ist es allerdings, man beginnt nicht erst im hohen Alter damit, sondern wird schon vorher körperlich aktiv.

Muskelschwäche und geringe Balance sind nachgewiesene Risikofaktoren für den Sturz. Stürze können zu Verletzungen oder Knochenbrüchen führen. Untersuchungen haben ergeben, dass Krafttraining zu einer Verminderung des Sturzrisikos und zu einer Verminderung sturzbedingter Verletzungen führt. Krafttraining ist eine Möglichkeit, die Mobilität im Alter zu erhalten und zu verbessern. Die Lebenszeit wird dadurch zwar nicht verlängert, wohl aber die Erhaltung der Selbständigkeit und damit ein Stück Lebensqualität.

Literatur

Becker C, Lindemann U, Kapfer E, Eichner B, Hausner M, Nikolaus T: Mobilität und Mobilitätsstörungen von Heimbewohnern: Dritter Jahresbericht des Ulmer Modellvorhabens: "Verminderung von sturzbedingten Verletzungen bei Alten- und Pflegeheimbewohnern", Ulm, Geriatrisches Zentrum Ulm/Alb-Donau; 2001.
Becker C, Lindemann U, Kapfer E, Nikolaus T: Mobilität und Mobilitätsstörungen von HeimbewohnerInnen: Zweiter Jahresbericht des Ulmer Modellvorhabens: "Verminderung von sturzbedingten Verletzungen bei Alten- und Pflegeheimbewohnern", Ulm, Geriatrisches Zentrum Ulm/Alb-Donau; 2000.
Gardner MM, Robertson MC, Campbell AJ: Exercise in preventing falls and fall related injuries in older people: a review of randomised controlled trails. Br J Sports Med 2000; 34: 7-17.
Lindemann U, Becker C: Krafttraining mit freien Gewichten. Geriatrie Journal 2001; 3: 39-41.
Nelson ME: Starke Frauen bleiben jung: länger jung bleiben mit Bodyfeeling und leichtem Krafttraining. Frankfurt am Main: Umschau Buchverlag Breidenstein, 1998.
Robertson MC, Devlin N, Gardner MM, Campbell AJ: Effectiveness and economic evaluation of a nurse delivered home exercise programme to prevent falls. 1: randomised controlled trail. BMJ 2001; 322: 697-700
Runge M; Rehfeld G: Mobil bleiben - Pflege bei Gehstörungen und Sturzgefahr: Vorsorge - Schulung - Rehabilitation. Hannover; Schlütersche, 2001.

Praktische Übungen

Um einen Sturz zu vermeiden, sind drei Fähigkeiten notwendig:

  1. die Fähigkeit besitzen, den Körper in Balance zu halten (ausbalancieren)
  2. die Fähigkeit besitzen, den Körper bei Verlust des Gleichgewichts (z. B. wg. Sturzgefahr oder Gangunsicherheit) wieder ins Gleichgewicht zu bringen ( siehe auch Expertenstandard Sturzprophylaxe des DNQP )
  3. Ausreichend Kraft  besitzen, um unvorhergesehene  Bewegungsereignisse ausbalancieren zu können.

Inhalt:

Balance- und Krafttraining

Aufbau und Stärkung des Körperbewusstseins und  der Körpererfahrung mit speziellen, sanften T`ai Chi Ch`uan Übungen.

Gleichgewicht erhalten mit gymnastischen Übungen zum Aufbau und Kräftigung der Muskulatur sowie mit leichtem Hanteltraining.

Möglichkeiten zur Veränderung von eingefahrenen Bewegungsgewohnheiten.
 
Einbeziehen von Hilfsmitteln wie Stock, Stuhl und Alltagsgegenstände.

Zielgruppe:
Fachkräfte aus Einrichtungen der stationären und ambulanten  Pflege

Küchenschelle
   
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